Kitten Heel
- Definition
- Ein Kitten Heel ist ein kurzer, schlanker und leicht geschwungener Absatz von höchstens etwa fünf Zentimetern, die kurze Form des Stilettoabsatzes.
- Kategorie
- Mode
- Verwandte Begriffe
- Stiletto, Peep Toe, Keilabsatz
- Abgrenzung
- Ein Kitten Heel ist kein niedriger Stiletto im Sinne des hohen Absatzes. Beide sind schlank und laufen spitz zu; der Kitten Heel ist aber kurz — nach der englischen Wikipedia unter fünf Zentimetern, nach der deutschen drei bis fünf —, leicht geschwungen und nach innen versetzt. Die Quellen führen ihn als kurze Spielart des Stilettos, nicht als dessen Ersatz; den hohen Absatz meint das Wort Stiletto allein.
Ein Kitten Heel ist ein kurzer, schlanker und leicht geschwungener Absatz von höchstens etwa fünf Zentimetern. Er gilt als kurze Form des Stilettoabsatzes: ebenso schmal und spitz zulaufend, aber niedrig und von der Hinterkante des Schuhs ein Stück nach innen gesetzt. In der Vintage-Szene ist der Kitten Heel der Absatz der späten fünfziger und frühen sechziger Jahre für alle, die den Look des Stilettos ohne dessen Höhe wollen.
Form des Kitten Heels
Die englische Wikipedia beschreibt den Kitten Heel als kurzen Stilettoabsatz mit einer leichten Kurve, die ihn von der Hinterkante des Schuhs nach innen setzt; das Cambridge Dictionary nennt ihn einen dünnen, geschwungenen, nicht sehr hohen Absatz. Bei der Höhe sind sich die Quellen nicht ganz einig. Die englische Wikipedia zieht die Grenze bei fünf Zentimetern und nennt an anderer Stelle etwa 2,5 bis 5 Zentimeter, die deutsche gibt in ihrer Übersicht der Absatzformen drei bis fünf Zentimeter an. Zum Vergleich nennt die englische Wikipedia für Stilettos Höhen bis 12,5 Zentimeter.
Was der Absatz trägt, legt er nicht fest. Die englische Wikipedia zeigt ihn an Pumps der fünfziger Jahre und kennt ihn seit den späten 2010er Jahren sogar an Zehentrennern, den sogenannten Kit-Flops; der Kitten Heel bestimmt nur die Form unter der Ferse, so wie der Peep Toe nur die Spitze.
Woher der Name Kitten Heel kommt
Merriam-Webster bestimmt den Kitten Heel als kurzen Stilettoabsatz an Damenschuhen und datiert den ersten Beleg des Wortes auf 1956. In den USA hieß er nach der englischen Wikipedia zeitweise auch „trainer heel”, Übungsabsatz, weil Mädchen auf ihm das Gehen auf hohen Absätzen lernen sollten. Die deutsche Wikipedia nennt als zweiten Namen „Queenie”; eine weitere Quelle dafür hat sich nicht gefunden.
Geschichte des Kitten Heels
Nach der englischen Wikipedia kam der Kitten Heel Ende der 1950er Jahre auf, als festlicher Schuh für junge Mädchen von etwa dreizehn Jahren, denen ein hoher Absatz als unschicklich und zu unsicher galt. Bis Anfang der sechziger Jahre trugen ihn ältere Teenager, dann Frauen jeden Alters. Dieselbe Quelle nennt Audrey Hepburn, die ihn 1964 populär gemacht habe, und stützt sich dabei auf ein Buch von Rachel Moseley; an weiteren geöffneten Quellen ließ sich das nicht prüfen.
Als der Stiletto Ende der sechziger Jahre aus der Mode ging und Absätze in vielen Zwischenhöhen in die Läden kamen, verlor der Kitten Heel seinen Reiz. Er kehrte in den 1980er Jahren zusammen mit dem Keilabsatz zurück und ist nach der englischen Wikipedia seit 2003 wieder in Mode, gestützt auch von der Fernsehserie „Sex and the City”.
Abgrenzung des Kitten Heels
Am häufigsten wird der Kitten Heel mit dem Stiletto verwechselt, weil beide schlank sind und spitz zulaufen. Die Quellen führen ihn tatsächlich als dessen kurze Spielart — aber wer Stiletto sagt, meint den hohen Absatz, und der Kitten Heel ist gerade dessen niedrige Antwort. Was ihn ausmacht, ist dreierlei zusammen: die geringe Höhe, die leichte Kurve und der nach innen versetzte Sitz. Ein bloß niedriger, gerader Absatz ist noch kein Kitten Heel.
