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V101-02 · Mode

Peep Toe

Definition
Ein Peep Toe ist ein Damenschuh mit einer kleinen Öffnung an der Schuhspitze, durch die die Zehen andeutungsweise sichtbar sind.
Kategorie
Mode
Englisch
Peep-toe shoe
Verwandte Begriffe
Stiletto, Keilabsatz
Abgrenzung
Peep Toe und Slingback werden verwechselt, weil beide den Schuh an einer Stelle öffnen, aber an verschiedenen Enden. Der Peep Toe ist vorn offen, an der Spitze; der Slingback hinten, an der Ferse, die ein schmaler Riemen hält. Beides lässt sich kombinieren, ist aber nicht dasselbe. Vom Opentoe unterscheidet ihn die Größe der Öffnung: Beim Peep Toe sind die Zehen nur angedeutet zu sehen, beim Opentoe frei.

Ein Peep Toe ist ein Damenschuh mit einer kleinen Öffnung an der Schuhspitze, durch die die Zehen nur andeutungsweise zu sehen sind. Meist ist es ein Pumps, die Öffnung findet sich aber ebenso an Slingbacks, Stiefeletten und anderen Ausgehschuhen. In der Vintage-Szene steht der Peep Toe für die vierziger Jahre, in denen er seine erste große Zeit hatte.

Form des Peep Toes

Die deutsche Wikipedia führt den Peep Toe als Abwandlung des Pumps: ein Modell mit kleiner Öffnung an der Spitze, das so heißt, solange die Zehen nur angedeutet sichtbar sind. Die englische Wikipedia fasst den Begriff weiter und zählt neben dem Pumps auch Slingback, Stiefelette und andere elegante Schuhe als Grundformen auf. Der Peep Toe ist also keine eigene Schuhart, sondern eine Eigenschaft der Spitze, die sich mit verschiedenen Schäften und Absätzen verbinden lässt — mit dem hohen, schmalen Stiletto ebenso wie mit dem Keilabsatz; die Wikipedia zeigt einen Peep-Toe-Pumps mit Korkabsatz.

Geschichte des Peep Toes

Nach der englischen Wikipedia waren Peep Toes ab den 1940er Jahren beliebt. Offene Schuhspitzen gab es schon vorher; erst in dieser Zeit kam aber der Name auf, und die Quelle zitiert dazu einen Bericht der Nachrichtenagentur AP von 2007, wonach er einen anzüglichen Unterton haben sollte — to peep heißt spähen, linsen. Ein Bericht der Los Angeles Times von 2010, den die Wikipedia ebenfalls zitiert, führt die Form auf die Strandkultur nach der Wirtschaftskrise zurück: Aus Sandalen seien offene Abendschuhe geworden, die sich durch die vierziger Jahre hielten.

Schon 1955 kündigte eine Zeitung in Glasgow das Ende der Mode an, und bis in die 1960er Jahre war der Peep Toe weitgehend verschwunden. Er kam in den 1970er und 1980er Jahren kurz zurück, war Mitte der 1990er wieder aus der Mode und ist seither erneut beliebt, inzwischen auch als Stiefel mit offener Spitze.

Abgrenzung des Peep Toes

Am ehesten verwechselt wird der Peep Toe mit dem Slingback, weil beide einen sonst geschlossenen Schuh öffnen. Die Öffnung sitzt aber an verschiedenen Enden. Beim Peep Toe ist die Spitze offen. Beim Slingback ist es die Ferse: Der Schaft geht nach der deutschen Wikipedia hinten in einen schmalen Riemen über, der die Ferse hält, und darum zählt der Slingback schuhfachlich nicht einmal zu den Pumps, die immer rückwärtig geschlossen sind. Ein Schuh kann beides zugleich sein — die englische Wikipedia nennt den Slingback ausdrücklich als mögliche Grundform eines Peep Toes —, aber das eine Wort sagt nichts über das andere.

Die zweite Grenze zieht die deutsche Wikipedia bei der Größe der Öffnung. Ist die Spitze so weit offen, dass die Zehen frei zu sehen sind, heißt der Schuh nicht mehr Peep Toe, sondern Opentoe.

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