Lexikon
Die Begriffe der Szene, definiert und gegeneinander abgegrenzt — von Rockabilly bis Petticoat. Derzeit 81 Einträge.
- Balboa — Balboa ist ein Paartanz aus der Familie der Swing-Tänze, der in Südkalifornien entstand, in sehr enger Tanzhaltung mit kleinen Schritten getanzt wird und sich deshalb für volle Tanzflächen und schnelle Swingmusik eignet.
- Big Band — Eine Big Band ist ein großes Jazzensemble mit mehrfach besetzten Bläsersätzen und Rhythmusgruppe, das in den USA aufkam, die Swing-Ära trug und heute jede Stilrichtung spielen kann.
- Bleistiftrock — Ein Bleistiftrock ist ein körpernaher, gerade geschnittener Damenrock, der knapp unter dem Knie endet und wegen der eingeschränkten Schrittweite meist einen Gehschlitz hat.
- Blues — Blues ist eine afroamerikanische Musikform aus dem Süden der USA, meist im zwölftaktigen Schema mit Blue Notes, und die gemeinsame Wurzel von Rhythm and Blues und Rock'n'Roll.
- Boogie-Woogie — Boogie-Woogie ist ein perkussiver Klavierstil des Blues mit rollender Bassfigur der linken Hand; in Europa heißt so auch ein Paartanz, der einen eigenen Eintrag hat.
- Boogie-Woogie-Tanz — Der Boogie-Woogie-Tanz ist ein Paartanz aus der Familie der Swing-Tänze, der als Gesellschafts- und Turniertanz frei geführt zur Musik getanzt wird und als Vorgänger des akrobatischen Rock'n'Roll-Tanzes gilt.
- Budapester — Ein Budapester ist ein klassischer Herrenschnürschuh mit breiter, hoch aufgeworfener Spitze, Flügelkappe und offener Derby-Schnürung, meist mit Lochverzierung; sein Kennzeichen ist die Leistenform, nicht das Lochmuster.
- Burlesque — Burlesque ist eine Form des Unterhaltungstheaters aus Komik, Gesang, Tanz und angedeutetem Striptease, die ihre Blüte in den USA vor dem Zweiten Weltkrieg hatte und seit den 1990er Jahren als Neo-Burlesque wiederbelebt wird.
- Charleston — Charleston ist ein amerikanischer Tanz afroamerikanischen Ursprungs, der nach der Hafenstadt Charleston in South Carolina benannt ist, in den 1920er Jahren zum Modetanz wurde und heute in der Swing-Szene solo und als Paartanz getanzt wird.
- Corsage — Eine Corsage ist ein schulterfreies, eng am Oberkörper anliegendes Kleidungsstück, das durch eingearbeitete Stäbe ohne Träger hält und den BH ersetzt, den Körper aber anders als ein Korsett nicht umformt.
- Country — Country ist eine in den 1920er Jahren in den USA aus ländlicher Volksmusik entstandene Musikrichtung, die zunächst unter dem Namen Hillbilly vermarktet wurde und zu deren Spielarten Western Swing und Rockabilly gezählt werden.
- Creepers — Creepers sind flache Lederschuhe mit einer bis zu fünf Zentimeter dicken, weichen Kreppsohle mit senkrechten Riefen, meist aus Rauleder und mit Schnürung oder einer einzelnen Schnalle.
- Custom Car — Custom Car ist ein nach den Wünschen des Eigners umgebautes Serienfahrzeug, das sich deutlich von der Serie unterscheidet — die Abgrenzung zum Hot Rod läuft über das Baujahr der Basis.
- Discofox — Der Discofox ist ein europäischer Paartanz, der sich aus dem Foxtrott zur Discomusik entwickelte, auf einem Grundschritt über drei Schläge nahezu auf der Stelle getanzt wird und Figuren anderer Tänze bis hin zum Boogie-Woogie aufnimmt.
- Doo Wop — Doo Wop ist ein mehrstimmiger Vokalstil des Rhythm and Blues, der Ende der 1940er Jahre in afroamerikanischen Stadtvierteln der USA entstand und in den 1950er Jahren die Charts prägte.
- Ducktail — Ein Ducktail ist eine Männerfrisur der 1950er Jahre, bei der das mit Pomade gefettete Haar an beiden Seiten nach hinten gekämmt wird und am Hinterkopf in einer senkrechten Kante zusammenläuft, die an den Schwanz einer Ente erinnert.
- Etuikleid — Ein Etuikleid ist ein einteiliges, eng und figurbetont geschnittenes Kleid ohne Taillennaht, das meist bis zum Knie reicht; in der Vintage-Szene heißt es oft Wiggle Dress.
- Flat Top — Ein Flat Top ist ein kurzer Männerhaarschnitt, bei dem das aufrecht stehende Deckhaar zu einer flachen, ebenen Fläche geschnitten wird, während Seiten und Hinterkopf sehr kurz sind; er gilt als Spielart des Crew Cut.
- Gingham — Gingham ist ein leichter bis mittelschwerer Baumwollstoff in Leinwandbindung, heute meist mit einem Karo aus Weiß und einer Farbe; der Name steht auch für das Karo selbst, das im Deutschen oft ebenso Vichy heißt.
- Greaser — Greaser ist die Bezeichnung für die Angehörigen einer nordamerikanischen Jugendsubkultur der 1950er und frühen 1960er Jahre, getragen von Arbeiterjugendlichen mit pomadisiertem Haar, Jeans und Lederjacke, oft mit einem Faible für Hot Rods und Motorräder.
- Hahnentritt — Hahnentritt ist ein zweifarbiges Stoffmuster aus kleinen Karos, deren Ecken in geraden Zacken auslaufen und an die Fußspur eines Hahns erinnern; klassisch ist es schwarz-weiß und gewebt.
- Halbstarke — Halbstarke ist die abwertende Bezeichnung für die Jugendlichen der 1950er Jahre im deutschsprachigen Raum, die mit Tolle, Jeans und Lederjacke, Mopeds und Rock 'n' Roll auffielen und vor allem durch Krawalle nach Konzerten und Filmvorführungen in die Schlagzeilen kamen.
- Hillbilly — Hillbilly ist die frühere Bezeichnung der amerikanischen Musikindustrie für die ländliche Musik weißer Südstaatler, ab 1925 im Gebrauch und bis in die 1950er Jahre der gängige Name für die Musik, die heute Country heißt.
- Hot Rod — Hot Rod ist ein speziell modifiziertes, meist US-amerikanisches Automobil bis Baujahr 1949 — mit stärkerem Motor, umgebauter Karosserie und einer Herkunft im Beschleunigungsrennen der 1940er Jahre.
- Hüfthalter — Ein Hüfthalter ist ein Wäschestück, das die Hüften von der Taille bis zum Oberschenkelansatz umschließt, die Figur formt und über angebaute Strumpfhalter die Strümpfe hält.
- Jive — Jive ist ein Gesellschafts- und Turniertanz aus der Gruppe der lateinamerikanischen Tänze, der auf die Swing-Tänze der 1930er und 1940er Jahre zurückgeht und von englischen Tanzlehrern zu einer eigenen Form geglättet wurde.
- Jukebox — Eine Jukebox ist ein Musikautomat, der nach dem Einwurf von Münzen einen vom Gast gewählten Titel aus einem eingebauten Plattenvorrat abspielt; ihre große Zeit waren die 1940er bis 1960er Jahre.
- Jump Blues — Jump Blues ist eine schnelle, bläsergetriebene Spielart des Blues, die ab den späten 1930er Jahren aus der Verkleinerung der Big Bands entstand und als Vorläufer von Rhythm and Blues und Rock'n'Roll gilt.
- Keilabsatz — Ein Keilabsatz ist ein Absatz, der mit der Sohle ein Stück bildet und als Keil den Raum unter dem Fußgewölbe füllt, nach hinten ansteigend; bekannt aus den Korksohlen der späten 1930er und 1940er Jahre.
- Kitten Heel — Ein Kitten Heel ist ein kurzer, schlanker Absatz von höchstens etwa fünf Zentimetern, leicht geschwungen und von der Hinterkante des Schuhs nach innen versetzt; eine kurze Spielart des Stilettos, die Ende der 1950er Jahre aufkam.
- Kontrabass — Der Kontrabass ist das tiefste und größte gebräuchliche Streichinstrument und war in den frühen 1950er Jahren das Standard-Bassinstrument des Rock'n'Roll; im Rockabilly wird er bis heute gezupft und geslappt.
- Korsett — Ein Korsett ist ein steifes, eng am Oberkörper anliegendes Wäschestück, das durch eingearbeitete Stäbchen und eine Schnürung Taille und Brustkorb in eine bestimmte Form zwingt.
- Kustom Kulture — Kustom Kulture ist der Oberbegriff für Kunst, Fahrzeuge, Frisuren und Kleidungsstil der Customizing-Szene — gemeint ist das ganze Umfeld, nicht die Autos allein.
- Lead Sled — Lead Sled ist ein Custom Car der späten 1940er und 1950er Jahre mit stark umgearbeiteter, geglätteter und tiefergelegter Karosserie, klassisch auf Basis eines Mercury oder Ford der Baujahre 1949 bis 1951.
- Lindy Hop — Lindy Hop ist ein Paartanz, der 1928 in Harlem zur Musik der Swing-Big-Bands entstand und als Ursprungstanz der Swing-Tänze gilt, aus dem Jive, Boogie-Woogie und der akrobatische Rock'n'Roll hervorgingen.
- Lowrider — Lowrider ist ein tiefergelegtes, auffällig gestaltetes Custom Car, das langsam und tief statt schnell gefahren wird; entstanden ist er nach dem Zweiten Weltkrieg unter Mexican Americans in Südkalifornien.
- Mid-Century Modern — Mid-Century Modern ist ein Gestaltungsstil der Mitte des 20. Jahrhunderts in Architektur, Innenarchitektur sowie Möbel- und Produktdesign, gekennzeichnet durch klare Linien, organische Formen und den Verzicht auf Ornament; wie weit sein Zeitraum reicht, geben die Quellen verschieden an.
- Mods — Mods sind die Angehörigen einer britischen Jugendkultur, die Ende der 1950er Jahre in London unter Fans des Modern Jazz entstand und in den 1960er Jahren mit Maßanzug, Parka, italienischem Motorroller und Soul, Rhythm and Blues und Ska zum Gegenpol der Rocker wurde.
- Nadelstreifen — Nadelstreifen sind sehr schmale, in mäßig breitem Abstand parallel laufende Längsstreifen in Anzug- und Kostümstoffen, die sich scharf von der meist dunklen Grundfarbe abheben; so heißt auch der Anzug aus solchem Stoff.
- Nahtstrumpf — Ein Nahtstrumpf ist ein Feinstrumpf mit einer sichtbaren Naht an der Rückseite des Beins, die aus der Herstellung aus flach gewirktem und zusammengenähtem Gewebe stammt; er beherrschte den Markt etwa von 1945 bis 1955.
- Neckholder — Ein Neckholder ist ein Oberteil, Kleid oder Badeanzug, dessen Träger im Nacken gebunden oder zusammengeführt sind und Schultern und Rücken freilassen; das Wort ist ein Scheinanglizismus für englisch halterneck.
- Neo-Rockabilly — Neo-Rockabilly ist die Spielart des Rockabilly, die an der Wende von den 1970er zu den 1980er Jahren in Großbritannien entstand und Klang und Stil der 1950er mit der Haltung des Punk verband.
- Peep Toe — Ein Peep Toe ist ein Damenschuh, meist ein Pumps, mit einer kleinen Öffnung an der Schuhspitze, durch die die Zehen nur andeutungsweise zu sehen sind; beliebt vor allem in den 1940er Jahren.
- Petticoat — Ein Petticoat ist ein versteifter, in der Taille ansetzender Unterrock aus mehreren Lagen Tüll oder Netzgewebe, der weiten Röcken und Kleidern der 1950er Jahre ihr Volumen gibt.
- Pin Curls — Pin Curls sind eine Frisiertechnik, bei der eine feuchte Haarsträhne von der Spitze bis zum Ansatz zu einer Locke aufgedreht, mit einer Klammer oder Nadel am Kopf festgesteckt und getrocknet wird; sie sind die Grundtechnik vieler Frisuren der 1930er bis 1950er Jahre und des Pin-up-Stils.
- Pin-up — Ein Pin-up ist ein Bild einer erotisch anziehenden Person, meist einer Frau, das zum Anheften an die Wand gedacht ist — gemalt, gezeichnet oder fotografiert —, und zugleich die Bezeichnung für das Modell, das dafür posiert.
- Pinstriping — Pinstriping ist das freihändige Aufmalen feiner Zierlinien auf Fahrzeuge, die deren Konturen betonen; in seiner freien, ornamentalen Form ist es ein Handwerk der Hot-Rod- und Custom-Car-Szene.
- Plateausohle — Eine Plateausohle ist eine auffallend dicke Schuhsohle unter dem Vorderfuß oder dem ganzen Schuh, meist drei bis zehn Zentimeter stark; bekannt aus den Korksohlen der späten 1930er und 1940er Jahre und aus der Mode der 1970er.
- Polka Dots — Polka Dots sind ein Muster aus gleich großen, gefüllten und regelmäßig angeordneten Punkten, vor allem auf Stoff; der englische Name ist seit der Mitte des 19. Jahrhunderts belegt und wird meist auf den Polka-Tanz zurückgeführt.
- Pomade — Pomade ist eine fetthaltige, salbenähnliche Substanz zur Haarpflege und Frisurfestigung, die im Unterschied zu Haargel nicht aushärtet und die Frisur formbar hält.
- Pompadour — Ein Pompadour ist eine Frisur, bei der das Haar über der Stirn mit viel Volumen hoch und nach hinten gekämmt wird; in der Rockabilly-Szene meint der Begriff die mit Pomade geformte Männerfrisur der 1950er Jahre.
- Porkpie — Ein Porkpie ist ein runder Hut mit flachem Kopf, dessen kreisrunde Einbuchtung an eine englische Schweinefleischpastete erinnert, mit schmaler, leicht aufgebogener Krempe.
- Psychobilly — Psychobilly ist eine Musikrichtung, die Rockabilly mit der Härte des Punk verbindet und ihre Bildwelt aus Horror- und B-Filmen bezieht; ihre Szene formierte sich ab 1980 in London.
- Quiff — Ein Quiff ist eine vor allem von Männern getragene Frisur, bei der das längere Haar über der Stirn nach oben gebürstet wird; in der Szene gehört er zu den Teddy Boys der 1950er Jahre und zum Psychobilly.
- Rat Rod — Rat Rod ist die Gegenbewegung zum verchromten Hot Rod — ein bewusst roh und angerostet belassenes Fahrzeug, dessen Technik darunter in gutem Zustand ist.
- Reifrock — Ein Reifrock ist ein durch Reifen aus Holz, Fischbein oder Federstahl gespreizter Unterrock, der weiten Röcken vom 15. bis zum späten 19. Jahrhundert ihre Form gab.
- Rhythm and Blues — Rhythm and Blues ist die populäre Musik der afroamerikanischen Bevölkerung der USA, die in den 1940er Jahren entstand, den Blues mit stark betontem Rhythmus zur Unterhaltung spielte und aus der der Rock'n'Roll hervorging.
- Rock'n'Roll — Rock'n'Roll ist eine US-amerikanische Musikrichtung der 1950er und frühen 1960er Jahre, die Rhythm and Blues mit Country-Musik verbindet und als Ursprungsform der Rockmusik gilt.
- Rock'n'Roll-Tanz — Der Rock'n'Roll-Tanz ist ein akrobatischer Paartanz aus den USA, der um 1955 aus dem Boogie-Woogie-Tanz hervorging und heute vor allem als Turniersport mit Sprungschritt und Würfen getanzt wird.
- Rockabilly — Rockabilly ist eine Spielart des Rock'n'Roll, die Mitte der 1950er Jahre im Süden der USA aus Hillbilly-Country und Rhythm and Blues entstand und ihr Zentrum in Memphis hatte.
- Saddle Shoes — Saddle Shoes sind flache, geschnürte Halbschuhe aus Leder mit glatter Spitze und einem sattelförmigen Querstück über dem Mittelfuß, meist weiß mit schwarzem, dunkelbraunem oder dunkelblauem Sattel.
- Schellackplatte — Eine Schellackplatte ist eine Schallplatte aus einer Pressmasse mit Schellack als Bindemittel, meist mit 78 Umdrehungen pro Minute abgespielt; sie war bis in die 1950er Jahre der übliche Tonträger und ist der Vorläufer der Vinylplatte.
- Single — Eine Single ist ein Tonträger mit meist nur einem oder zwei Titeln, klassisch eine kleine Schallplatte mit dem Haupttitel auf der A-Seite und einem weiteren Stück auf der B-Seite, in den 1950er Jahren die 7-Zoll-Platte mit 45 Umdrehungen.
- Skiffle — Skiffle ist ein Musikstil aus Folk, Blues und Jazz, der in den USA der 1920er Jahre wurzelt, auf einfachen oder selbst gebauten Instrumenten wie Waschbrett und Teekistenbass gespielt wird und Mitte der 1950er Jahre in Großbritannien eine Massenbewegung auslöste.
- Slap-Bass — Slap-Bass ist eine Spielweise des Kontrabasses, bei der die Saiten so kräftig angerissen werden, dass sie auf das Griffbrett zurückschlagen; das perkussive Klacken trägt im Rockabilly und Psychobilly den Rhythmus mit.
- Slapback-Echo — Das Slapback-Echo ist ein kurzes Echo mit wenig oder keiner Wiederholung, das einen Ton kurz nach dem Original noch einmal hörbar macht; es prägt den Gesangsklang des Rock'n'Roll und Rockabilly der 1950er Jahre.
- Slingback — Ein Slingback ist ein Damenschuh mit offener Ferse, den hinten nur ein schmaler Riemen hält, der um die Ferse läuft und den Knöchel nicht umschließt; in den 1940er Jahren ein Schuh der Pin-ups.
- Stiletto — Ein Stiletto ist ein hoher, sehr schlanker und spitz zulaufender Schuhabsatz, im Deutschen auch Pfennigabsatz; übertragen heißt so der ganze Damenschuh mit diesem Absatz, der in den 1950er Jahren in Mode kam.
- Strapsgürtel — Ein Strapsgürtel ist ein in der Taille oder auf der Hüfte sitzender Gürtel mit herabhängenden elastischen Bändern, deren einziger Zweck es ist, Strümpfe am Herunterrutschen zu hindern.
- Swing — Swing ist eine Stilrichtung des Jazz, die Ende der 1920er Jahre in den USA entstand, von der Big Band getragen wurde und in den 1930er und 1940er Jahren die populäre Tanzmusik prägte.
- Taillenmieder — Ein Taillenmieder ist ein breiter, versteifter Gürtel, der allein die Taille zusammenzieht und im Unterschied zum Korsett weder Brustkorb noch Hüfte umfasst.
- Teddy Boy — Teddy Boy ist die Bezeichnung für die Angehörigen einer britischen Jugendkultur, die Anfang der 1950er Jahre in London entstand, sich über lange Drape-Jacketts im Stil der Edwardianischen Zeit definierte und ab Mitte der 1950er Jahre mit dem Rock 'n' Roll verbunden wurde.
- Tellerrock — Ein Tellerrock ist ein sehr weiter Rock, dessen Stoff ausgebreitet einen vollen Kreis ergibt; getragen wird er oft über einem Petticoat, der ihm zusätzliches Volumen gibt.
- Tolle — Eine Tolle ist ein auffälliger, oft welliger Haarschopf über der Stirn; gemeint ist meist die mit Pomade nach oben geformte Stirnpartie der Männerfrisur der 1950er Jahre, die der Rock 'n' Roll populär machte.
- Unterrock — Ein Unterrock ist ein Wäschestück in Form eines Trägerkleids oder eines Rocks, das unter Kleid oder Rock getragen wird und dort für Wärme, Sitz und Blickdichte sorgt.
- Victory Rolls — Victory Rolls sind eine Damenfrisur der 1940er Jahre aus wulstförmig eingedrehten, festgesteckten Haarrollen an den Kopfseiten oder auf dem Oberkopf; heute gelten sie als kennzeichnende Frisur des Pin-up-Stils.
- Vintage — Vintage ist eine Stilrichtung in Mode und Design, die ältere, meist gebrauchte Kleidung und Gebrauchsgegenstände wieder trägt und verwendet — und zugleich das Etikett für solche Stücke selbst, ohne dass eine verbindliche Altersgrenze dafür feststeht.
- Weekender — Ein Weekender ist in der Rock'n'Roll- und Rockabilly-Szene ein mehrtägiges Treffen über ein Wochenende, das Livekonzerte, DJs, Tanz und einen Markt für Kleidung und Platten an einem Ort bündelt, in Großbritannien klassisch in einem Ferienpark.
- West Coast Swing — West Coast Swing ist ein Paartanz aus der Familie der Swing-Tänze, der in Kalifornien aus dem Lindy Hop hervorging, auf einer schmalen Bahn getanzt wird und heute zu Swing ebenso wie zu Pop, Blues und Hip-Hop improvisiert wird.
- Western Swing — Western Swing ist eine Tanzmusik, die in den 1930er Jahren in Texas und Oklahoma entstand und die Besetzung ländlicher Fiddle-Kapellen mit dem Repertoire und Rhythmusgefühl des Jazz zusammenbrachte.
- Wirtschaftswunder — Als Wirtschaftswunder bezeichnet man den unerwartet schnellen wirtschaftlichen Aufschwung Westdeutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg, vor allem in den 1950er Jahren; ob es ein Wunder war, ist unter Wirtschaftshistorikern umstritten.
