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V101-04 · Autos

Lead Sled

Definition
Ein Lead Sled ist ein Serienauto mit stark umgearbeiteter Karosserie, besonders ein Ford oder Mercury der Baujahre 1949 bis 1951, dessen Bleche ursprünglich mit Blei geglättet wurden.
Kategorie
Autos
Teil von
Custom Car
Abgrenzung
Ein Lead Sled ist kein Hot Rod. Der Hot Rod wird auf Leistung gebaut und steht nach diesem Register auf Basisfahrzeugen bis Baujahr 1949; die klassischen Lead Sleds beginnen genau dort, bei den Baujahren 1949 bis 1951, und ihr Umbau gilt vor allem der Form — so sehr, dass das Wort anfangs als Spott auf langsame Autos galt. Er ist auch nicht einfach jedes tiefergelegte Auto: Dazu gehören die geglättete, von Zierrat befreite Karosserie und meist ein gekürztes Dach. Und in der Luftfahrt heißen schwere, wenig wendige US-Militärjets ebenfalls Lead Sled; mit dem Auto teilen sie nur den Spitznamen.

Ein Lead Sled ist ein Serienauto mit stark umgearbeiteter Karosserie, besonders ein Ford oder Mercury der Baujahre 1949 bis 1951, dessen Bleche ursprünglich mit Blei geglättet wurden. Er ist eine Spielart des Custom Car aus der Zeit, bevor Kunststoffspachtel das Blei ersetzte; die englische Wikipedia führt Lead Sled als andere Bezeichnung für Kustoms, also Custom Cars im Stil der 1950er und frühen 1960er Jahre. Anders als der Hot Rod steht er auf einem großen Nachkriegswagen, und sein Umbau gilt der Form, nicht der Leistung.

Umbauten am Lead Sled

Die englische Wikipedia zählt auf, was einen Lead Sled ausmacht, und markiert die Liste selbst als zweifelhaft: Das Dach wird gekürzt (chopped), die Karosserie auf dem Rahmen abgesenkt (channeled) oder um einen waagrechten Streifen verschmälert (sectioned). Scheinwerfer, Rückleuchten und Kennzeichen werden in die Karosserie versenkt (frenched), Embleme, Chromleisten, Regenrinnen und Türgriffe entfernt — zusammen „shaving” genannt —, und der Kühlergrill wird umgebaut oder durch den eines ganz anderen Wagens ersetzt. Ziel ist eine Karosserie, die so glatt und geschlossen wirkt wie möglich. Als eines der bekanntesten Beispiele nennt sie den Hirohata Merc, einen umgebauten Mercury.

Lead Sled und das Blei

In den späten 1940er und 1950er Jahren gab es weder Kunststoffspachtel noch Glasfaser. Was nach dem Ausbeulen noch wellig war, glich der Karosseriebauer mit Blei aus: Er schmolz Stangen aus Bleilot mit dem Schweißbrenner und ließ es auf das Blech fließen, in der Werkstattsprache „running lead”. Später ersetzten Kunststoffspachtel wie Bondo das Blei, weil sie leichter zu verarbeiten und weniger giftig sind. Der Name blieb, wie das ClassicCars.com Journal festhält, auch nachdem die Technik verschwand.

Woher der Name Lead Sled kommt

Über die Herkunft des Namens sind sich die Quellen nicht einig, und keine Lesart trägt mehr als eine von ihnen. Nach dem englischen Artikel „Lead sled” steht „lead” (Blei) für den Spachtel und „sled” (Schlitten) für die Tieferlegung, die den Wagen wirken lässt, als glitte er über die Straße. Der Artikel „Kustom (cars)” liest es anders: Der Begriff habe sich in den 1950er Jahren für ein großes, schweres, bleigefülltes Auto durchgesetzt und sei zunächst abwertend gemeint gewesen, weil er ein langsames Auto unterstellte; heute gelte er als Kompliment. Und der Artikel „Lead sled” selbst behauptet in einem eigenen Absatz, das Wort sei ursprünglich für große, schwere V8-Wagen mit starker Geradeausbeschleunigung geprägt worden — was zu seiner eigenen Liste von Umbauten nicht passt. Gesichert ist nur, was alle drei Quellen teilen: dass das Blei im Namen steckt.

Lead Sled in diesem Register

Der Lead Sled ist eine Form des Custom Car und gehört zur Kustom Kulture; sein Gegenstück aus der Vorkriegstechnik ist der Hot Rod. Ebenfalls tiefergelegt, aber auf das langsame Cruisen hin gebaut, ist der Lowrider.

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