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V101-04 · Autos

Kustom Kulture

Definition
Kustom Kulture ist ein Oberbegriff für Kunst, Fahrzeuge, Frisuren und Kleidungsstil von Angehörigen der Customizing-Szene.
Kategorie
Autos
Herkunftsland
USA
Abgrenzung
Kustom Kulture bezeichnet nicht die Fahrzeuge, sondern das Umfeld um sie herum: Lackierer, Pinstriper, Zeichner, Tätowierer, Frisuren, Kleidung. Wer damit einen Autotyp meint, meint den Hot Rod oder das Custom Car. Zweite Verwechslung: Kustom Kulture ist auch keine Musikrichtung. Die Szene hat Musik aufgenommen — Rockabilly, Psychobilly, Metal —, aber keine hervorgebracht. Und drittens ist die Schreibweise mit K kein Tippfehler, sondern die szeneeigene Form, wie sie das Nachschlagewerk führt.
Weblinks
Wikipedia

Kustom Kulture ist der Oberbegriff für Kunst, Fahrzeuge, Frisuren und Kleidungsstil der Customizing-Szene, die Autos und Motorräder umbaut, veredelt oder neu erschafft. Der Begriff meint also nicht ein Fahrzeug, sondern das Umfeld, in dem es entsteht. Hervorgegangen ist er aus den Anfängen des Hot Roddings in den USA der 1940er Jahre, als alte Fahrgestelle erleichtert, mit stärkeren Motoren bestückt und mit Metallic-Lack und Chrom auf Optik getrimmt wurden.

Was zur Kustom Kulture gehört

Die Szene baut nicht nur Autos um: Die Gegenstücke auf zwei Rädern sind der Bobber und, radikaler, der Chopper. Getragen wird das Ganze von Berufen, die mit dem Fahren nichts zu tun haben — Lackierer und Pinstriper, Automaler, Zeichner, Tätowierer. Dazu kommt eine Bildwelt aus Cartoons und Monsterfilmen der 1950er bis 1970er Jahre, die der Szene ihr Vokabular gab, und aus der später auch der Psychobilly schöpfte.

Prägende Figuren der Kustom Kulture

Die Quelle nennt Kenneth Howard, besser bekannt als Von Dutch, den Customizer und Cartoonisten Ed Roth, genannt „Big Daddy”, sowie die Barris-Brüder als Hot-Rod- und Lowrider-Customizer. Hinzu kommen zahllose Tätowierer und Automaler und, als Verstärker in die Breite, Fernsehshows wie Happy Days.

Musik und Jugendbewegungen in der Kustom Kulture

In Verbindung gebracht wird die Kustom Kulture mit den Greasers der 1950er, den Drag-Racern der 1960er und den Lowridern der 1970er Jahre. Als weitere Einflüsse nennt die Quelle die Mods und Rocker der 1970er, die Metal- und Rockabilly-Musik der 1980er und die Psychobilly-Musik der 1990er Jahre; jede dieser Jugendbewegungen brachte eigene Umbauarten, Kleider- und Musikstile ein.

Diese Datierung meint den Zeitpunkt, zu dem eine Musikrichtung auf die Fahrzeugszene durchschlug, nicht ihre Entstehung. Der Psychobilly selbst ist älter: Dieses Register datiert ihn auf um 1980 in England, und Mad Sin spielt ihn in Berlin seit 1987.

Kustom Kulture in diesem Register

Die Themensäule kustom-kulture trägt die Autoseite Hot Rod, Custom Car, Kustom Kulture; die Fahrzeugbegriffe dazu sind der Hot Rod, das Custom Car und der Rat Rod.

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Zuletzt redaktionell geprüft am von markus

Quellen (1)

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